Mit modernen Führungsstilen zum Erfolg

Vorbei sind die Zeiten, in denen strenge Hierarchien die Arbeitswelt dominierten und Angestellte ihren Vorgesetzten mit Angst und Ehrfurcht begegneten.

An der Spitze moderner Unternehmen stehen heute Führungspersönlichkeiten, die ihre Mitarbeiter:innen darin bestärken, selbst Entscheidungen zu treffen und Verantwortung zu übernehmen. Führungskräfte, die das gesamte Unternehmen als Team und sich selbst als Teammitglied verstehen. Geschäftsführer:innen, die Arbeitnehmer:innen auf Augenhöhe begegnen, ihnen Handlungsspielraum ermöglichen und sie zu motivieren wissen.

Moderne Führungsstile lautet das Stichwort. Doch was genau verbirgt sich dahinter? Wodurch unterscheidet sich zeitgemäßes Führen von den Führungstechniken vergangener Tage? Welche Führungsarten gibt es und funktionieren sie in der Praxis genauso gut wie in der Theorie?

Definition: Was sind moderne Führungsstile?

Die Ansprüche an die Kultur eines Unternehmens haben sich verändert und althergebrachte Führungsmodelle passen mit der Dynamik der Zeit, flachen Hierarchien, agilen Strukturen und flexiblen Arbeitszeitmodellen kaum noch zusammen. Anstelle von Rangfolgen und Machtausübung sind Führungsmodelle gefragt, in denen Vorgesetzte klar und transparent kommunizieren und die Mitarbeiter:innen bei Entscheidungen einbeziehen und im Idealfall Verantwortung abgeben.

Moderne Führungskräfte sind glaubwürdige und authentische Vorbilder, verschaffen sich durch kollegiales Verhalten den Respekt der Angestellten, leben die Werte des Unternehmens, schenken Vertrauen und sind mehr Mentor:in und Berater:in als Boss oder Chef. Nur so lassen sich insbesondere die jungen Menschen der Generationen Y und Z dauerhaft motivieren und halten, doch nicht nur die, sondern heute sämtliche Mitarbeiter:innen.

Welche klassischen Führungsmodelle gibt es?

In der Soziologie und Philosophie haben sich viele kluge Menschen mit verschiedensten Führungstechniken auseinandergesetzt, zum Beispiel Max Weber und Kurt Lewin. Bevor es aber ins Detail geht, werfen wir einen Blick auf die zwei grundlegenden Richtungen: Bei dem einen konzentriert sich die Führungskraft auf die Person und bei dem anderen Führungsstil auf die Leistungen und Aufgaben.

Personenbezogene Führungstechnik

Bei diesem Führungsstil stehen die Bedürfnisse und Erwartungen der Angestellten im Vordergrund. Mitarbeiter:innen werden als echte Partner verstanden. Vorgesetzte erreichen dies u. a., indem sie Lob und Anerkennung aussprechen, stetig Feedback geben und vor allem auch Unterstützung bei Problemen und Herausforderungen anbieten.

Leistungsbezogene Führungstechnik

Bei diesem Führungsstil steht die Leistung im Fokus und rückt den einzelnen Menschen mit seinen Wünschen und Vorstellungen in den Hintergrund. Was zählt, sind eine maximale Kompetenz, eine hohe Leistungsbereitschaft, Eigeninitiative und Übernahme von möglichst vielen Aufgaben und das schnellstmögliche Erreichen der Umsatzziele.

Damals und heute: Führungsarten im Überblick

Die meisten von uns sind in ihrem Berufsleben bereits verschiedenen Führungstypen mit unterschiedlichen Managementmethoden begegnet. Die Erfahrungen reichen dabei von autokratischen Vorgesetzten oder authentischen Führungskräften bis zu kumpelhaften Geschäftsführer:innen oder besonders dominanten Chef:innen.
Schon vor fast einhundert Jahren versuchten Soziologen und Sozialpsychologen die einzelnen Führungsstile einzuordnen und gaben ihnen Namen.

Kurt Lewin unterschied beispielsweise zwischen dem autoritären, dem demokratischen bzw. kooperativen und dem Laisser-faire-Führungsstil. Max Weber sprach dagegen vom patriarchalischen, autokratischen und charismatischen Führungsverhalten. Einige dieser Führungsarten sind nach wie vor aktuell und bestimmen die Arbeitswelt von heute mit.
Andere moderne Führungsstile weisen Parallelen zu dem einen oder anderen Beispiel von Lewin und Weber auf oder erfordern komplett neue Definitionen. Zu den wichtigsten gehören:

Das agile Führungsmodell

Charakteristisch für diesen modernen Führungsstil ist das hohe Maß an Verantwortung und Eigeninitiative, die den Mitarbeiter:innen und Teams übertragen werden. Die Mitarbeiter:innen organisieren sich weitgehend selbst und treffen Entscheidungen in der Gruppe. Einen Chef im eigentlichen Sinne gibt es nicht mehr, vielmehr ist er ein Teammitglied und Partner auf Augenhöhe. Vorteile des agilen Führungsmodells sind eine hohe Flexibilität und Anpassungsfähigkeit, mit denen das Unternehmen schnell auf sich verändernde Gegebenheiten reagieren kann.

Der coachende Führungstyp

Bei diesem modernen Führungsstil treten Vorgesetzte als Coach und nicht als Boss auf. Sie entwickeln ihre Teams und jede:n einzelne:n Mitarbeiter:in entsprechend ihrer bzw. seiner Kompetenzen und Fähigkeiten weiter – immer mit dem Ziel, das maximale Potenzial der Belegschaft auszuschöpfen. Dabei lassen Führende den Angestellten viel Handlungsspielraum. Empathie und Vertrauen bilden die Basis dieser Personalführung, die insbesondere bei kreativen Arbeitnehmer:innen beliebt ist.

Der partizipative Führungsstil

Die Meinung der Mitarbeiter:innen ist beim partizipativem Führungsmodell ganz klar gefragt. Sie bringen sich ein und gestalten das Unternehmensumfeld maßgeblich mit, selbst wenn die letzte Entscheidung bei den Vorgesetzten liegt. Je qualifizierter das Personal, desto besser funktioniert diese Führungstechnik. Wer sich gern führen lässt, hat hier keine Zukunft. Durch ihre großen Beteiligungschancen zeigen die Angestellten im Idealfall eine hohe Leistungsbereitschaft und Motivation.

Die virtuelle Führungskraft

Wie sieht Führungserfolg in einer rein digitalen Unternehmenskultur aus? Mit autoritären oder autokratischen Managementmethoden kommen Vorgesetzte nicht weit, wenn alle Mitarbeiter:innen im Homeoffice sind. Aufgrund der räumlichen Distanz und dem fehlenden persönlichen Austausch muss es eine klare Kommunikation geben. Regelmäßige Online-Meetings sind für eine reibungslose Zusammenarbeit der Teammitglieder genauso wichtig wie die Nutzung von Kollaborationstools. Für ein größeres Zusammengehörigkeitsgefühl und weniger Konfliktpotential sollten Führungskräfte ihre Angestellten in einem ausschließlich vernetzten Arbeitsumfeld bei Entscheidungsprozessen so oft wie möglich einbinden und sämtliche Abläufe transparent halten.

Die Zukunft der Arbeitswelt: moderne Führungsstile

Moderne Führungsstile sind nicht zu unterschätzen. Denn eine moderne Unternehmenskultur hat direkten Einfluss auf den Unternehmenserfolg.
War es früher noch selbstverständlich, dass sich Angestellte den Ansprüchen und Vorgaben der Arbeitswelt unterordneten, ist es heute zunehmend das Unternehmensumfeld, das sich an die Wünsche der Arbeitnehmer:innen anpassen muss. Gute Arbeitskräfte sind rar. Geschäftsführer:innen, die sich ein tolles funktionierendes Team aufgebaut haben, sollten alles dafür tun, dieses zu halten.

Das schafft man aber nur mit einer neuen Unternehmenskultur samt modernen Führungsstil, welcher sich durch Einfühlungsvermögen und Empathie sowie gegenseitigen Respekt und Vertrauen auszeichnet.
Damit ist keinesfalls gemeint, dass die Vorgesetzten komplett alle Entscheidungen abgeben. Jedoch sollten die Angestellten einbezogen werden und als Teil des Unternehmens eine Stimme und Einfluss auf ihr direktes Arbeitsumfeld haben. Fehlt diese Art der Wertschätzung, sind Mitarbeitende schnell weg – und Alternativen gibt es derzeit genug.

Schon ein wichtiger Grund genug, doch vergessen wird oft, dass Unternehmungen mit modernen Führungsstilen prinzipiell besser aufgestellt sind. Denn moderne Führungsstile bringen grundsätzlich und nachhaltig eine hohe Mitarbeitermotivation mit sich. Und wer will das nicht. Mitarbeiter, die sich im Unternehmen aufgehoben fühlen, sind natürlich engagierter und produktiver und sogar seltener krank.

Moderner Führungsstil: Umsetzung und Tipps

Unternehmen, die sich in der modernen Welt erfolgreich durchsetzen möchten, müssen ihre Managementmethoden also in absehbarer Zeit überdenken und umstellen. Hierarchien und Leistungsdruck haben ausgedient und halten Mitarbeiter:innen eher davon ab, sich zu engagieren und langfristig an einen Arbeitsplatz zu binden.

Der Wechsel zu einem modernen Führungsstil ist natürlich ein Prozess, der nicht von heute auf morgen gelingt und viele einzelne Aspekte der Personalführung betrifft. Jedoch sollten selbst noch „alte Hasen“ an der Spitze eines Unternehmens damit anfangen, Entscheidungsprozesse zu lockern und autokratische Verhaltensweisen abzulegen. Ein moderner Führungsstil hat viele Facetten und kann folgendermaßen Schritt für Schritt umgesetzt werden:

Kollegiales, kooperatives Führungsverhalten

Begegnen Sie Ihren Angestellten mit Respekt und nicht mit Überlegenheit. Als Vorgesetzte:r haben Sie auf dem Papier zwar mehr Macht, sollten auf diese aber nicht beharren, sondern sich mehr als Teammitglied oder Partner sehen und geben. Dazu gehört zum Beispiel, dass Sie die Mitarbeiter:innen nach ihren Meinungen fragen, wenn Entscheidungen anstehen, die das Arbeitsumfeld betreffen und gern auch darüber hinaus.

Vertrauen und Toleranz

Als Geschäftsführer:in und Führungskraft tragen Sie die größte Verantwortung für das Unternehmen. Geben Sie trotzdem etwas davon an Mitarbeiter:innen ab. Eine solche Wertschätzung erhöht u. a. die Leistungsbereitschaft spürbar, denn Vertrauen motiviert deutlich mehr als Druck und ermutigt die Angestellten, ihre Kompetenzen maximal einzusetzen. Und abgesehen davon, kommen Sie selbst so vielleicht lieber jeden Morgen in Ihr Unternehmen.

Authentische Führungskräfte

Moderner Führungsstil ist kein neuer Wein für alte Schläuche, kann nicht wie ein schicker Anzug am Morgen übergezogen und am Abend wieder abgelegt werden.
Wofür steht das Unternehmen? Welche Philosophie wird gelebt? Es ist wichtig, dass Sie als Spitze die Unternehmenskultur vorleben, davon auch überzeugt sind und persönliche Haltung beweisen. Nur so bleiben Sie authentisch und glaubwürdig und schaffen es, die einzelnen Teammitglieder mitzureißen und für Ihre Ziele zu begeistern.

Mehr Coach als Chef

Jede Mannschaft benötigt einen Trainer. Echte Stärke hat sich noch nie durch Machtausübung gezeigt, sondern immer schon und heute umso klarer vielmehr durch Unterstützung und Hilfsbereitschaft. Als moderner Führungstyp beraten und fördern Sie Ihr Team, vergessen dabei aber nicht, dass es manchmal auch besser ist, sich von einzelnen Menschen zu trennen. Entscheidungen wie diese sollten Sie mit Einfühlungsvermögen, klar und offen mitteilen.

Empathisch sein und nicht nur Empathie zeigen

Misanthropie ist keine gute Voraussetzung für Führungserfolg. Wer Arbeitnehmer:innen von sich und dem Unternehmen überzeugen möchte, sollte ernsthaft daran interessiert sein, dass die Teammitglieder an ihren Aufgaben wachsen. An positivem Feedback sollte nie gespart werden, damit es in gleichem Maße zu den Vorgesetzten zurückkommt.

Mit der Zeit gehen

Die Arbeitswelt hat sich verändert und wird sich weiter verändern. Es ist leichter gesagt als gemacht, doch es ist wichtig, dass Sie als Führungskraft über digitale Tools und agile Strukturen Bescheid wissen und diese zu nutzen lernen. Nur so werden sie von jungen Arbeitnehmer:innen als modern, offen und somit zukunftsfähig wahrgenommen.

Starker Teamgeist

Einer für alle, alle für einen: Selbstverständlich sollte jedes einzelne Teammitglied ihr oder sein Bestes geben. Die Gesamtleistung als Team hat aber deutlich mehr Gewicht als früher. Fördern Sie Diversität und Teamgeist in Ihrem Unternehmen und profitieren Sie von der effektiven Zusammenarbeit von Menschen mit unterschiedlichen Kompetenzen und Backgrounds.

Fazit: moderne Führungsstile in Unternehmen

Auch wenn ein modernes Führungsverhalten zunächst viel Arbeit an der eigenen Persönlichkeit erfordert – um zukunftsfähig zu Führen und für Arbeitnehmer:innen attraktiv zu bleiben, ist Ihre eigene Entwicklung unerlässlich. Nicht alle Veränderungen können sofort umgesetzt werden oder funktionieren in der jeweiligen Unternehmenskultur, doch die Entwicklung hin zu flachen Hierarchien und mehr Verantwortung für das Team ist der notwendige Schritt in Richtung Zukunft.

Neben speziellen Führungstechniken, die auf Einfühlungsvermögen und flachen Hierarchien beruhen und die Eigeninitiative und Leistungsbereitschaft der Mitarbeiter:innen fördern, kommt es auch auf eine offene Kommunikation und eine transparente Arbeitsorganisation an.

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